Roter Eissalat ist das rot pigmentierte Gegenstück zum grünen Eissalatkopf, verkauft als ganzer Kopf und in Mischblatt-Packungen, in denen seine Farbe der Grund für seine Anwesenheit ist. Die Farbintensität ist Teil der Spezifikation und keine Zugabe, und sie entwickelt sich als Antwort auf Licht und nicht auf die Nährstoffversorgung.

Was die Kultur braucht

Die Kultur ist kurzzyklisch und hydroponisch. Für Dichte und Blattrandnekrose gilt dasselbe wie bei grünem Eissalat, mit der zusätzlichen Anforderung, dass der Kopf gleichmäßig ausfärbt. Das Licht, das auf das äußere Blatt trifft, treibt das Pigment; Abstand und jede Schattierungsstrategie wirken deshalb unmittelbar auf die Handelsqualität und nicht nur auf die Wachstumsrate.

Was das Gewächshaus leisten muss

Farbe gehört hier zur Handelsqualität, und Farbe ist eine Antwort auf Licht. Ein roter Eissalatkopf, der blass abschließt, wird herabgestuft, gleich wie viel er wiegt; der Lichtplan wird deshalb für die Pigmentbildung ebenso spezifiziert wie für das Wachstum, und die Schirmungsstrategie muss der Kultur das Licht geben, das sie braucht, ohne die Wärmelast, die damit kommt.

Der Rest ist Salat mit dichtem Kopf. Die Kultur läuft schnell durch, deshalb bestimmen Dichte, das rezirkulierende Wassersystem und der Ernteweg die Jahresleistung. Weil eine Partie als eine Einheit geschnitten wird, zeigt sich Ungleichmäßigkeit über die Fläche als geteilte Farbe innerhalb einer einzigen Ernte — und das macht eine gleichmäßige Lichtdurchlässigkeit hier wertvoller als bei einem grünen Typ.

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Farbe, die ankommen muss

Rotes Blatt trägt das rohe Profil der Familie und darüber hinaus das Anthocyan-Pigment. Vitamine und Pigment sitzen beide in einem Blatt, das ungekocht gegessen wird, es wird also nichts durch Zubereitung entfernt und nichts wieder zugesetzt.

Farbe ist der Grund, warum der Kopf gekauft wird, und Farbe ist das Erste, was er verliert. Rote Ränder werden mit dem Altern des Blattes matt und braun, und ein Kopf, der einige Tage über seinem besten Punkt ist, wirkt müde, lange bevor er verdorben wirkt. In einer Mischpackung wird die ganze Packung danach beurteilt.

Damit wird der Weg zum Packhaus Teil der Spezifikation. Eine Kultur, die nahe dort angebaut wird, wo sie zusammengestellt und gegessen wird, kommt mit der Farbe an, mit der sie geschnitten wurde, und die Packung behält den Kontrast, um den herum sie gestaltet wurde, statt ihn irgendwo unterwegs zu verlieren.

Nährwerte

Salat, rotes Blatt, roh

Pro 100 g

Energie
13 kcal
Fett
0.22 g
Kohlenhydrate
2.26 g
davon Zucker
0.48 g
Ballaststoffe
0.9 g
Protein
1.33 g
Natrium
25 mg
Kalium
187 mg
Vitamin C
3.7 mg

Quelle: USDA FoodData Central, FDC 168431

Fragen

Roter Eissalat, gefragt und beantwortet

Ist das Kopfgewicht oder die Kopfzahl das richtige Ziel?

Salat wird nach Kopf verkauft, deshalb entscheidet die Zahl der Köpfe, die im Jahr Handelsqualität erreichen, über den Erlös. Ein schwererer Kopf, der langsamer wächst, kann weniger einbringen als ein leichterer Kopf in einem kürzeren Zyklus.

Zählt die Sorte mehr als der Typ?

Für Kopfmasse, Dichtetoleranz und das Risiko der Blattrandnekrose ja. Das sind Eigenschaften der Sorte, und deshalb wird ein Salatprojekt um eine benannte Sorte herum geplant und nicht allein um den Typ.

Wodurch entsteht Blattrandnekrose?

Calcium erreicht die am schnellsten wachsenden Blattränder nicht; getrieben wird das von Transpiration und Wurzeldruck, nicht von der Zufuhr. Die Klimaregelung setzt daran an; Calcium in der Nährlösung zu erhöhen in der Regel nicht.

Aus der Wissensdatenbank

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