Das am Leben gehaltene Insekt setzt die Grenze für alles, was gespritzt wird

Ein Gewächshaus hält Insekten gezielt draußen und bringt dann eines absichtlich hinein. Tomaten und mehrere weitere Fruchtgemüsekulturen werden von Hummelvölkern bestäubt, die im Haus aufgestellt werden; ohne sie muss der Fruchtansatz von Hand erfolgen — historisch mit einem Vibrationsstab, Pflanze für Pflanze, zu Arbeitskosten, die heute kein kommerzieller Betrieb mehr akzeptieren würde. Die Völker sind billig; das, was sie ersetzen, ist es nicht.

Der Mechanismus ist blütenspezifisch und nicht allgemein. Eine Tomatenblüte hält ihren Pollen in Antheren zurück, die ihn nur freigeben, wenn sie in der richtigen Frequenz erschüttert werden, was eine Hummel bewirkt, indem sie die Blüte umklammert und ihre Flugmuskulatur vibrieren lässt. Honigbienen zeigen dieses Verhalten nicht, weshalb unter Glas Hummeln und nicht Honigbienen Standard sind. Die sichtbare Bräunung einer bearbeiteten Blüte ist für den Anbauer der Beleg dafür, dass die Bestäubung überhaupt stattfindet.

Die Folge für den Pflanzenschutz ist der Teil, der am häufigsten ausgelassen wird. Ein dauerhaft in der Kultur lebendes Volk bedeutet, dass jedes eingesetzte Mittel mit ihm verträglich sein muss; die Entscheidung über die Bestäubung begrenzt die chemischen Optionen damit für die gesamte Saison und nicht nur für den Tag der Anwendung. Diese Einschränkung drängt deutlich zu selektiven Mitteln und zu der biologischen Bekämpfung, die der integrierte Pflanzenschutz ohnehin bevorzugt — Bestäuber und Räuber verlangen dieselbe Zurückhaltung, was eine nützliche Übereinstimmung ist und kein Zufall.

Sie bindet die Bestäubung zudem an das Klima. Die Aktivität von Hummeln hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab, und in einem Haus, das zu heiß, zu wenig durchströmt oder zu trocken ist, geht der Sammelflug zurück, bevor jemand bemerkt, dass der Fruchtansatz nachgelassen hat; ein Bestäubungsproblem erweist sich daher oft als Klimaproblem. DutchGreenhouses® legt Klima, Schirmung und Pflanzenschutzstrategie so aus, dass die Bestäuber aktiv bleiben und die eingesetzten Mittel mit ihnen verträglich bleiben. Für ein Gespräch über die Bestäubung einer Kultur genügt eine Kontaktaufnahme.

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