Maximales Licht, minimaler Schatten

Das Venlo ist der Glasgewächshaus-Typ, auf dem der moderne Gartenbau aufbaut, und es existiert wegen eines einzigen Problems: Jedes Bauteil über einer Kultur kostet sie Licht. Benannt nach der niederländischen Region, in der es entwickelt wurde, beantwortet das Venlo dies, indem es das Dach auf einem sich wiederholenden Raster kleiner, eng gesetzter Firste trägt statt auf wenigen großen Spannweiten — eine Geometrie, die je Quadratmeter Bodenfläche weniger Stahl in den Lichtweg stellt als die Alternativen. Es ist der Grund, weshalb der niederländische Glasgewächshausgartenbau den internationalen Maßstab für die Produktion je Quadratmeter gesetzt hat, und der Grund, weshalb Anbauer in sehr unterschiedlichen Klimazonen weiterhin ein niederländisches Dach spezifizieren.

Konstruktiv handelt es sich um ein Mehrfirstdach aus kleinen Glasscheiben auf einem rinnenverbundenen Stahlraster. Die Stützen stehen in einem regelmäßigen Raster — üblich sind 8, 9.6 oder 12.8 Meter zwischen den Stützenreihen — mit Bindern in Feldern von etwa 4 bis 5 Metern entlang der Rinne und einer Dachneigung nahe 22 bis 23 Grad, die den Lichteinfall gegen den Kondensatablauf und das Abgleiten von Schnee abwägt. Moderne Produktionshäuser messen 6 bis 8 Meter bis zur Rinne, was den Klimapuffer über der Kultur und die Höhe verschafft, die Schirme, Belichtung und Hochdrahtkultur benötigen.

Seine mehrfach genutzte Detaillierung unterscheidet es von einem Glashaus, das ihm nur ähnlich sieht. Die Aluminiumrinne zwischen den Dachabschnitten ist zugleich ein konstruktiver Verband zwischen den Bindern, der Kanal für die Regenwassersammlung und der Ablauf für das an der Dachinnenseite herablaufende Kondensat; die Glasleisten tragen Nuten, die dieses Kondensat zur Rinne führen, statt es auf die Kultur fallen zu lassen. Der alternative Typ, das Breitschiff-Gewächshaus, tauscht einen Teil dieses Lichtvorteils gegen weniger Rinnen und größere Lüftungsöffnungen ein, was dort die richtige Wahl ist, wo die Schneelasten hoch sind oder die Dachlüftung maximiert werden muss.

Das Raster wird anschließend um das Kultursystem herum dimensioniert und nicht umgekehrt: Reihenabstand, Bestandshöhe und interner Transport legen die Geometrie fest, der Stahl folgt. DutchGreenhouses® konstruiert die Venlo-Struktur zusammen mit der Schirmung, dem Klima, der Bewässerung und der Belichtung, die sie tragen muss, sodass Spannweite, Rinnenhöhe und Lüftungsfläche gegen die Kultur und die örtlichen Wind- und Schneelasten festgelegt werden. Eine Kontaktaufnahme genügt, um ein Venlo-Gewächshaus für das jeweilige Projekt zu besprechen.

Aus der Wissensdatenbank

Lesenswerte Beiträge