Bonitur & Monitoring.
Eine Schadschwelle, die sich nicht messen lässt, ist keine Schadschwelle.
Eine Schadschwelle, die sich nicht messen lässt, ist keine Schadschwelle
Die Abfolge des integrierten Pflanzenschutzes dreht sich um eine Entscheidung gegen eine Schadschwelle, und eine Schadschwelle setzt eine Zählung voraus. Damit ist die Bonitur der tragende Schritt und nicht der administrative: ohne sie lässt sich die Vorbeugung nicht bewerten, die biologische Bekämpfung weder als ausreichend noch als unzureichend beurteilen, und der Eingriff wird wieder von dem ausgelöst, was einem Anbauer zufällig auffällt. Jeder Grundsatz nach dem Monitoring übernimmt dessen Qualität.
Die Methode ist ein systematischer Rundgang und keine Inspektion. Leimtafeln beproben die fliegende Population fortlaufend und liefern den Verlauf, den eine einzelne Beobachtung nicht ergibt; feste Boniturgänge decken das Haus auf einer definierten Route ab, sodass Woche für Woche dieselben Positionen abgelesen werden und ein Anstieg als Anstieg sichtbar wird. Digitale Plattformen erfassen diese Beobachtungen inzwischen direkt im Bestand und kartieren sie, was aus einem Notizbuch eine Verteilung macht — und wo ein Schadorganismus konzentriert auftritt, zählt ebenso viel wie seine Anzahl.
Der Fehlermodus ist die Repräsentativität und nicht die Genauigkeit. Eine Zählung an bequemen Positionen beschreibt diese Positionen, und ein Gewächshaus ist nicht einheitlich: ein Giebelende, eine Lüftungslinie und die Mitte eines Schiffs haben unterschiedliche Klimate und damit unterschiedlichen Befallsdruck. Das entspricht dem, was die Substratmessung auf der Bewässerungsseite bereits gezeigt hat — mehrere feste Positionen samt gezielter Gegenproben andernorts schlagen eine einzelne sehr genaue Messung, weil erfasst wird, was ein Unterschied ist und kein Wert.
Das Monitoring schließt zudem den Kreis, den das europäische Recht verlangt: der achte IPM-Grundsatz fordert vom Anbauer die Überprüfung, ob die Maßnahmen tatsächlich gewirkt haben, was nur anhand einer Aufzeichnung möglich ist. Diese Aufzeichnung ist derselbe Wert, den der Klimacomputer für den Anbau erzeugt — sie macht eine Saison mit einer anderen vergleichbar. DutchGreenhouses® verbindet die Monitoringebene mit der Klima- und Bewässerungssteuerung, sodass Befallsbeobachtungen neben den Bedingungen stehen, die sie hervorgebracht haben. Für ein Gespräch über das Kulturmonitoring eines Gewächshauses genügt eine Kontaktaufnahme.




