Mehr Licht bedeutet mehr Ertrag – der Rest ist Arithmetik

Im Gartenbau gibt es eine bewährte Faustregel: Innerhalb des nutzbaren Bereichs einer Kultur bringt rund ein Prozent mehr Licht etwa ein Prozent mehr Ertrag. Dieser einfache Zusammenhang ist der Grund, warum Zusatzbeleuchtung eines der wirkungsvollsten Werkzeuge eines Gewächshausanbauers ist. Die Photosynthese läuft mit Licht, und überall dort, wo das natürliche tägliche Lichtintegral – die gesamte Lichtmenge, die ein Standort an einem Tag tatsächlich erhält – hinter dem zurückbleibt, was die Kultur nutzen könnte, schließt Wachstumslicht die Lücke und steigert die Produktion, besonders in den kurzen, dunklen Wintertagen und in hohen Breiten.

LED-Leuchten dominieren heute neue Projekte, und das aus gutem Grund. Sie sind weit effizienter als die älteren Natriumdampf-Hochdrucklampen, wandeln mehr von jedem Watt in nutzbare Photonen und weniger in Abwärme um; sie sind dimmbar, sodass die Leistung dem Moment angepasst werden kann; und ihr Spektrum lässt sich auf die Kultur abstimmen statt fest vorgegeben. Viele Anbauer betreiben reine LED-Installationen, während andere eine Hybridlösung aus LED und HPS wählen, um die Effizienz der LED mit der Strahlungswärme zu verbinden, die HPS-Lampen der Kultur zusätzlich geben – eine ernsthafte Überlegung in kühleren Gewächshäusern.

Was Beleuchtung von einem Kauf zu einer Investition macht, ist ihre Auslegung anhand von Daten statt Intuition. Der Lichtplan geht von den Lichtstatistiken des konkreten Standorts aus – wie viel natürliches Licht ankommt und wie sich das von Monat zu Monat verändert – gemessen am Lichtbedarf der Zielkultur. Aus dieser Lücke legt die Planung die installierte Intensität (in Mikromol pro Quadratmeter und Sekunde), die Betriebsstunden über die Saison und das Spektrum fest, sodass das System genau die Ergänzung liefert, die die Kultur braucht, und nicht mehr.

Weil Beleuchtung zugleich ein hoher Investitionsposten und ein erheblicher laufender Energieverbraucher ist, wird bei dieser Dimensionierung die Wirtschaftlichkeit gewonnen oder verloren: Jedes installierte Kilowatt muss sich in Mehrertrag bezahlt machen. Zu viel Licht, und Sie verbrennen Geld für Strom, den die Kultur nicht umsetzen kann; zu wenig Licht, und Sie verschenken Produktion in den dunkelsten Monaten. DutchGreenhouses® berechnet den Lichtplan aus Ihren Klimadaten und integriert ihn mit der Heiz- und Energiestrategie, damit die Zahlen aufgehen. Nehmen Sie Kontakt auf, um einen Lichtplan für Ihr Gewächshaus zu gestalten.

Aus der Wissensdatenbank

Lesenswertes, das Sie interessieren könnte