Tropisches Hochland.
Äquatoriales Licht, kühle Nächte, ganzjährig Zwölf-Stunden-Tage. Es hat einen Grund, dass die Rosen von hier kommen.
Das Klima, das den weltweiten Blumenhandel hervorgebracht hat
Wo: das kenianische Hochland um Naivasha, Äthiopien, die Savanne von Bogotá und Antioquia in Kolumbien, die ecuadorianischen Anden, das Hochland Tansanias.
Die Höhenlage hebt das Schlimmste der Tropen auf
Am Äquator auf zweitausend Meter Höhe ergibt sich eine ungewöhnliche Kombination: intensive, gleichmäßige Strahlung bei wirklich kühlen Nächten und eine Tageslänge, die sich über das Jahr kaum verändert.
Kühle Nächte wiegen schwerer, als allgemein angenommen wird. Die Atmung verlangsamt sich, die Kultur behält mehr von dem, was sie tagsüber gebildet hat, und bei Schnittblumen zeigt sich das unmittelbar in Stiellänge und Vasenhaltbarkeit.
Deshalb liefern Kenia, Äthiopien, Kolumbien und Ecuador einen sehr großen Anteil der weltweiten Schnittblumen, und deshalb hat sich die Branche dort konzentriert und nicht an einem wärmeren Ort.
Das Problem ist hier nicht die Hitze. Es ist die Amplitude.
Starke Tagesstrahlung und kalte Nächte innerhalb derselben vierundzwanzig Stunden sind eine echte klimatechnische Aufgabe, keine milde.
Tagsüber sind Schattierung und Lüftung nötig, um die Blatttemperatur zu begrenzen. Nachts kann es in der Höhe und am Äquator an Frost heranreichen, was regelmäßig überrascht — Schirme werden daher auf echte Wärmerückhaltung ausgelegt, und manche Kulturen benötigen eine richtige Heizung statt eines Notkreises.
Ein Gewächshaus ist hier keine einfache Konstruktion. Es ist ein Licht- und Temperaturpuffer, der am selben Tag in beide Richtungen stark arbeitet.
Strahlung ist auch ein Materialproblem
Die UV-Belastung in der Höhe ist hoch, und sie lässt Kunststoffe schneller altern als auf demselben Breitengrad auf Meereshöhe. Die Wahl der Eindeckung und die erwartete Nutzungsdauer müssen das berücksichtigen, statt von einem Verhalten wie in gemäßigtem Klima auszugehen.
Der Vorteil ist das Licht selbst: bei derart guter Strahlung und derart stabiler Tageslänge ist Assimilationsbelichtung selten die Investition, die sie in Europa wäre. Die Tageslichtlücke, die in den Niederlanden Belichtung rechtfertigt, existiert hier schlicht nicht.
Was hier anders spezifiziert wird
Konstruktionen mit der Höhe und Lüftungsfläche, um die Mittagswärme abzuführen, Schirme, die ebenso für die nächtliche Rückhaltung wie für die Schattierung am Tag gewählt werden, eine Eindeckung mit Eignung für hohe UV-Belastung und — meist — gar kein Belichtungskonzept.
DutchGreenhouses® hat für den Blumenhandel in dieses Klima gebaut. Erforderlich sind Höhenlage und Kultur; beide verändern die Antwort stärker als das Land.




